Das Sudhaus

Das Sudhaus der Brauerei Dörr in der Hochstraße in Michelstadt. Hier wird das Michelstädter Bier nach traditionellem Rezept gebraut.

Ein Tag im Sudhaus
Die Sudkessel
Die Sudkessel dienen dem "Maischen", "Läutern" und "Würzekochen" und nehmen damit eine zentrale Stellung beim Bierbrauen ein.
Das Maischen
Beim Maischen werden Malz und Wasser zur sogenannten Maische vermischt und im Kessel erhitzt.
Dabei wird die im Getreide enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt. Das enthaltene Eiweiß wird in Aminosäuren zerlegt.
Beim Erhitzen dürfen bestimmte Temperaturen nicht überschritten werden, um die wertvollen Enzyme nicht zu zerstören.
Das Läutern
Beim Läutern wird die beim Maischen entstandene Bierwürze (die erhitzte Flüssigkeit) vom Malz getrennt. Der sogenannte "Treberkuchen", das übriggebliebene Malz, setzt sich ab und wird als Viehfutter an die örtlichen Bauern abgegeben. Die für das Würzekochen benötigte Bierwürze wird für die Weiterverarbeitung gesammelt.


Das Würzekochen
Beim Würzekochen wird die Bierwürze unter Zugabe von Hopfen gekocht.
Das Hinzufügen von Hopfen beim Würzekochen dient sowohl dem Geschmack als auch der Haltbarkeit des Bieres.
Der Geschmack wird durch die Art und Menge des verwendeten Hopfens bestimmt. Die Haltbarkeit allein durch die Menge.
Die unterschiedlichen Hopfenarten gibt es als natürliche Hopfendolden, Hopfenpellets oder Hopfenextrakt.
Eine größere Menge Hopfen führt zu einem herberen und bittereren Geschmack des Bieres und gleichzeitig zu einer höheren Haltbarkeit.


Allerlei Messinstrumente
Beim Bierbrauen müssen Temperaturen, Füllstände und Zusammensetzung immer genau kontrolliert werden.
Die Familie Dörr (Senior) wirft einen Blick ins Sudhaus
Zwischendurch werfen Margarethe und Georg Wilhelm Dörr noch einen kurzen Blick ins Sudhaus, um zu schauen, dass alles seine Ordnung hat.


